09.02.2021 - 3D Visualisierung und Digitalisierung Schloss Dammsmühle in der Nähe von Berlin


Für einen Kunden haben wir 3D Visualisierungen der historischen Schlossanlage erstellt. Grundlage hierfür waren alte analoge Bauzeichnungen, die von uns digitalisiert wurden. In den nächsten Projektschritten wird eine tlw. Neubebauung innerhalb der Schlossanlage geplant.

Anbei ein Auszug zur Schlossgeschichte ( Quelle: Wikipedia / Geschichte ):

„Am Standort des heutigen Schlosses Dammsmühle befand sich schon im 16. Jahrhundert eine Mühle, die wahrscheinlich dem Zisterzienserkloster Lehnin gehörte, das seit dem 14./15. Jahrhundert im Besitz der Ländereien dieser Gegend war. Beim Bau einer neuen Mühle Mitte des 18. Jahrhunderts stießen die Bauleute auf Mühlsteine jener Zeit, die Spuren eines Brandes trugen. Um das Jahr 1650 befand sich an Stelle der Zisterziensermühle ein im Auftrag des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm errichtetes Jagdhaus.

Das Gelände der früheren Mühle wurde 1755 von dem Berliner Lederfabrikanten Peter Friedrich Damm erworben, der das Alleinrecht besaß, die königlich preußische Armee mit Uniformteilen aus Sämischleder zu versorgen. Er errichtete das Gebäude des Schlosses Dammsmühle 1768 als zweigeschossiges Palais in einem Waldstück des Barnim, westlich des Dorfes Schönwalde in der Nähe des Mühlenbecker Sees. Königin Elisabeth Christine, die Gattin Friedrich II. soll sich dort mehrmals aufgehalten haben. Entsprechend der Mode der Rokoko-Zeit besaß das Schloss im Obergeschoss einen Theatersaal. Nach dem Tod Damms verfiel das Gebäude, weil es keinen Erben gab. Bei einer Zwangsversteigerung 1894 erwarb Leutnant Adolph Wollank das Anwesen und baute es zu einem Herrensitz aus. Er ließ das Gebäude von den Berliner Architekten Gustav Erdmann und Ernst Spindler in neobarockem Stil umbauen, aufstocken, mit einem Anbau versehen und einen Turm mit Zwiebelhaube hinzufügen. Auf einer künstlichen Insel im Mühlteich ließ er ein Gebäude in Gestalt einer Moschee errichten, in dessen Inneren sich ein großer Tanzsaal befand.

Nach dem Tod Adolph Wollanks am 27. April 1915 verwaltete sein Bruder Otto Wollank das Schloss, das nun nach seinem Erbauer Dammsmühle genannt wurde. Adolph Wollank wurde auf dem Gelände des Schlosses in dem von ihm in Auftrag gegebenen Hubertuspavillon gegenüber dem Schloss beigesetzt. Der Pavillon ist heute nicht mehr vorhanden. Das Schloss wurde 1919 an den Kaufmann Hermann Zirkel aus (Berlin-)Zehlendorf veräußert.

Zehn Jahre später, im Jahr 1929 erwarb der Brite Harry Goodwin Hart, damals Direktor des Unternehmens Unilever, das Grundstück. Nachdem Hart mit seiner jüdischen Frau Deutschland im Jahr 1938 verlassen musste, wurde er 1940 enteignet. Nun gelangte das Schloss in den Besitz von Heinrich Himmler. Von Januar bis Juli 1943 wurden 20 bis 25 Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen eingesetzt. Kurz vor Kriegsende schlug hier der Kommandeur der Berlin verteidigenden Wehrmachts-Heeresgruppe „Weichsel“, Generaloberst Gotthard Heinrici, sein Hauptquartier auf.

Nach dem Kriegsende 1945 wurde das Schloss von der Roten Armee besetzt. 1959 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit der DDR das Haus und nutzte es bis 1989 als Jagdschloss. In dieser Zeit wurde es umgebaut, unter anderem wurde 1968 das bestehende Mansarddach durch ein Vollgeschoss ersetzt. Nach der Wiedervereinigung diente das Schloss kurzzeitig als Hotel.

Im Jahr 1997 erhielten die Erben von Harry Goodwin Hart das Grundstück zurückübertragen, die das Anwesen verkauften. Das Schloss verfiel durch jahrelangen Leerstand.“

( https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Dammsmühle )